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Buchvorstellung – Sterne und ihre Spektren

August 13th, 2016

Das folgende Buch ordnet sich in die Fachwelt der Astronomie/Astrophysik ein.
Empfohlen von „alten Hasen“ aus der Spektroskopie Fachgruppe der VdS wurde mir diese Lektüre als Standardwerk, sozusagen als Grundlagenwissen für alles was mich in der Welt der Spektroskopie erwarten würde. Die bereits gut betagte Lektüre ist sicherlich an einigen Stellen überholt, was aber nicht zwingend falsch heißen muss.

Dem Leser erwartet die Lehre der Sterntypisierung.
Angefangen von ein paar einleitenden Kapiteln die sich mit der Natur der Sterne hinsichtlich Benennung, Eigenschaften und Entwicklung und ein paar Grundlagen aus der Physik bzgl. Atome, Isotope und Moleküle beschäftigen, wird der Leser zum eigentlichen Thema, die Spektralklassen, heran geführt.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Spektralklassen und ihrer Entstehung verdeutlicht die Lebendigkeit dieses Themas. Bis in die Neuzeit unterliegt die Klassifizierung der Sterne Veränderungen, die auf neuen Erkenntnissen der Natur der Sterne gründen.
Man kommt letztlich an dem derzeit genutzten System „OBAFGKM“ (Oh Be A Fine Girl Kiss Me) an und wird nun auf eine Reise durch die Welt der Sterntypen mitgenommen. Begonnen mit den kühlen, aber nicht uninteressanten Sternen der M-Klasse bewegt sich der Leser rückwärts durch die Buchstabenfolge hin zur O-Klasse.

Die letzten beiden Kapitel widmen sich besonderen Sterntypen wie Novae, Planetarischen Nebel u.a.,
sowie dem Lebenslauf der Sterne im HR-Diagramm.

  20160813_212423_Kaler

Das Buch ist meiner Meinung nach trotz seiner vielen Tage die es auf dem „Buckel“ hat, immer noch ein gültiges Werk.
Dem Leser, vorallem dem Einsteiger in die Welt der Sterntypisierung, vermittelt es viel Wissen.
Es wird mich in der Beurteilung und Bewertung von Sternspektren, die ich zukünftig aufnehmen werde, immer wieder als Lexikon begleiten.

Weiterführend kann ich schon jetzt auf das Buch „Aktive Sterne“ von Klaus G. Strassmeier hinweisen.

Dazu aber später mehr ….

Die Perseiden 2016

August 5th, 2016

Infografik Perseiden: Sternschnuppen-Nacht im August

Sternengeschichten Folge 177: Sternströme und Zwerggalaxien

April 21st, 2016

Was passiert, wenn eine große und eine kleine Galaxie aufeinander treffen? Die kleinere wird einfach aufgefressen! Aber ein bisschen was bleibt übrig: Sogenannte “Sternströme” die noch …

Quelle: Sternengeschichten Folge 177: Sternströme und Zwerggalaxien

Buchvorstellung – Das Crowdfunding-Handbuch

April 17th, 2016

Zur Abwechslung habe ich mal ein nicht astronomisches Buch gelesen. Wobei wenn ich ehrlich bin, hege ich doch wieder astronomische Absichten, bei denen mir dieses Buch helfen wird. Doch dazu an anderer Stelle zu gegebene Zeit mehr.
Es geht um das Zauberwort „Crowdfunding“. Zu deutsch „Schwarmfinanzierung“, wobei sich dieses Wort im deutschsprachigen Raum nie etabliert hat. Es ist also eine Möglichkeit über eine Menge von Menschen, die man meist über „SocialMedia“ Kanäle erreicht, ein Projekt zu finanzieren.
Dieses Buch bringt einem auf eine sehr anschaulich Art und Weise das Wesen und die Grundbegriffe des Crowdfunding nahe. Kurz und prägnant und durchwachsen von Fallbeispielen aus der „Crowdfundingszene“ zeigt die Autorin ULRIKE STERBLICH dem Leser die einzelnen Schritte in einem Crowdfundingprojekt auf, gibt Tipps aus eigener Erfahrung und bleibt dabei neutral. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man berücksichtigt, dass die Mitwirkenden DENIS BARTELT und TINO KRESSNER die Gründer der Crowdfunding-Plattform Startnext sind.

Wer den Gedanke mit sich herum trägt, ein Crowdfundingprojekt mal selbst zu starten, aber noch recht unwissend über das Thema ist, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

crowdfundinghandbuch

Merkurtransit 2016

April 7th, 2016

Am 9.Mai 2016 ist von unseren Breiten aus ein Merkurtransit in voller Länge zu beobachten, ein seltenes Himmelsereignis!

Der Merkur zieht vor der Sonne vorbei…

Am Montag, dem 9. Mai, können wir uns auf ein seltenes Himmelsereignis freuen, das – gutes Wetter vorausgesetzt – auch im Raum Chemnitz sehr gut zu sehen ist: Der innerste und kleinste Planet unseres Sonnensystems, Merkur, wandert als kleines schwarzes Scheibchen vor der Sonne vorbei. Das Planetarium Lichtenstein/Minikosmos und Astronomie „erleben“ laden zur Beobachtung dieses seltenen Himmelsschauspiels, auch „Merkurtransit“ genannt, ein. In einer Sonderveranstaltung wird genau und verständlich erklärt, was geschieht, und die gefahrlose gemeinsame Betrachtung des Ereignisses wird möglich sind.

Sollte das Wetter nicht mitspielen wird ein kleines Rahmenprogramm im Planetarium über die Tatsache hinweg trösten.

Verlauf

Der Merkurtransit beginnt um 13:12 Uhr MESZ und endet um 20:40 Uhr MESZ, so dass reichlich Zeit für eine Beobachtung ist. Der Merkur zieht in dieser Zeit langsam von Osten nach Westen über die Sonnenscheibe. Die Mitte des Transits wird um 16:56 Uhr MESZ erreicht. Dann steht der Merkur knapp südlich des Zentrums der Sonnenscheibe; etwa ein Sechstel ihres Durchmessers von der Mitte entfernt.

Wissenswertes

Der Merkur kreist in nur 88 Tagen einmal um die Sonne. Da die Erde sich ebenfalls um die Sonne bewegt, überholt der schnellere Merkur unseren Planeten alle 116 Tage auf der Innenbahn. Dann steht der Merkur also zwischen Erde und Sonne. Trotzdem kommt es meist nicht zu einem Transit. Der Merkur wandert fast immer nördlich oder südlich an der Sonne vorbei, denn seine Bahn ist gegen die Erdbahn um 7° geneigt. Im 21. Jahrhundert stimmt die Geometrie für einen Transit insgesamt nur 14 mal. Natürlich muss die Sonne bei uns auch über dem Horizont stehen, es muss also bei uns Tag sein, damit man den Transit sehen kann. Beim letzten Durchgang, im Jahr 2006, war das nicht der Fall. Und so ist der bevorstehende Merkurtransit der erste seit 13 Jahren, seit dem 7. Mai 2003, der aus Mitteleuropa sichtbar ist – ein wirklich seltenes Ereignis! Die nächste Chance haben wir erst wieder am 19. November 2019.

Für die Beobachtung ist allerdings ein Teleskop erforderlich. Das Scheibchen des Merkur misst lediglich 12 Bogensekunden, und hat damit nur 1/158 des Durchmessers der Sonne. Anders gesagt: Der Merkur deckt nur 0,004% der Sonnenscheibe ab. Das ist zu wenig um ohne Vergrößerung gesehen zu werden.

Teleskope werden vor dem Planetarium auf dem Parkplatz aufgestellt und für jederman nutzbar gemacht.

Diese „Mini-Finsternis“ verändert die Helligkeit der Sonne also so gut wie gar nicht, ganz im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis, bei der unser Mond die Sonne komplett abdecken kann. Selbstverständlich darf man daher auch niemals durch ein Teleskop ohne geeigneten Filter in die Sonne sehen – das führt unweigerlich zu schweren Augenschäden! Es gibt aber Filter und auch Spezialteleskope, mit denen die Beobachtung der Sonne gefahrlos möglich ist. Besonders empfiehlt sich auch die Projektion der Sonne auf einen Schirm oder einfach ein Blatt Papier, bei der mehrere Beobachter gleichzeitig den Transit sehen können.

Der Merkurtransit bietet gerade für Schulklassen eine hervorragende Möglichkeit, die Bewegungen der Planeten im Sonnensystem live und ganz direkt zu erleben. Das Planetarium … freut sich darauf, seinen Besuchern dieses ganz besondere Ereignis zu erläutern und zu zeigen.

Merkurtransit

Der Verlauf des Merkurtransits am 9. Mai 2016; die schwarzen Punkte zeigen die Größe des Merkur vor der Sonnenscheibe und seine Positionen im Laufe des Transits. Die Zeitangaben in MESZ nennen als Beginn den Moment, in dem Merkur beginnt sich vor die Sonne zu schieben, und als Ende den Moment in dem Merkur die Sonnenscheibe vollständig verlassen hat.

Hintergrundbild: SOHO (ESA&NASA), Grafik: GDP

Jupiter’s Schattenspiele am 16.03.2016

März 16th, 2016

Als Auftakt zum Tag der Astronomie 2016 am 19.03.2016 zeigt Jupiter bereits heute Abend schon was er alles drauf hat.
Ab ca. 22:00 werden wir die Möglichkeit haben mit Teleskopen den Vorübergang der Schatten zweier seiner Monde auf Jupiter zu beobachten.
Hinzu kommt noch der Transit des GRF, des großen roten Flecks, um ca. 21:50 Uhr. Alles zusammen ein sehr spannender Abend. Folgende sind noch ein paar Details zur Beobachtung gelistet.

  • Um 20:03 Uhr beginnt der Mond Ganymed direkt vor der Jupiterscheibe durchzulaufen. (Das ist in kleinen bis mittleren Teleskopen nicht oder nur kaum sichtbar)
  • Um 20:49 Uhr betritt sein Schatten die Planetenscheibe. (sichtbar im Teleskop)
  • Um 21:03 Uhr bedeckt Jupiter den Mond Europa. (sichtbar im Teleskop)
  • Um 21:38 Uhr beginnt der Mond Io direkt vor der Jupiterscheibe durchzulaufen.
    Nur noch Callisto verbleibt östlich von Jupiter (links im Fernglas),
    da sich Europa im Schatten von Jupiter befindet; dies bis 23:13 Uhr
  • Um 21:50 Uhr betritt der Schatten von Io die Planetenscheibe.
    Für fast 83 Minuten befinden sich nun zwei Monde und ihre Schatten vor Jupiter (sichtbar im Teleskop)

Jupiter-Schatten20160316

Quelle:calsky.com

  • Ganymed beendet um 23:13 Uhr den Durchgang vor Jupiter
  • Io beendet um 23:52 Uhr den Durchgang vor Jupiter.
    Für wenige Minuten sind nur noch die Schatten auf Jupiter zu sehen
  • Um 0:05 Uhr verlässt der kleine Schatten von Io Jupiter.
  • Um 0:07 Uhr verlässt der kleine Schatten von Ganymed Jupiter.
  • Um 0:13 Uhr tritt Europa aus dem Jupiterschatten.

 

Tag der Astronomie 2016

März 8th, 2016

Am 19.März 2016 beginnt um 19:00 Uhr der Beobachtungsabend zum Tag der Astronomie unter dem Motto „Faszination Mond – die lange Nacht mit Luna“
an der Schulsternwarte des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums in Hohenstein-Ernstthal.

Dem Besucher stehen nach einem Treppenaufstieg zur Sternwartenkuppel ein 8″ Spiegelteleskop (in der Kuppel) und bei passender Witterung weitere Geräte auf der Plattform zur Himmelsbeobachtung bereit.
Ein Blick auf die interessanten Formationen auf der Mondoberfläche werden sicherlich viele Fragen aufwerfen, die von den anwesenden Astronomie Lehrern und meiner Wenigkeit nach besten Wissen und Gewissen beantwortet werden.

So wird sich der Mond uns an diesen Abend gegen 20:00 Uhr MEZ zeigen.

20160319_2100-mond (Quelle: calsky.de)

Doch neben dem Mond bietet der größte Planet unseres Sonnensystems ebenfalls zum Thema Mond Interessantes an.
Denn seine vier Galileischen Monde sind zu dieser Zeit gut sichtbar.

Nebenbei kann man auch die Wolkenstrukturen seiner „Oberfläche“ bestaunen und zur Krönung des Abends ist auch noch der große rote Fleck auf Jupiter zu sehen.

So wird sich Jupiter im Teleskop gegen 20:00 Uhr MEZ zeigen.

20160319_2000_jupiter(Quelle: calsky.de)

Jupiter hält sich derzeit im Sternbild Löwe auf.
Wie man das und weitere Sternbilder erkennt, werden wir vor Ort alles erklären.

Wir hoffen nun auf reges Interesse und viele Besucher an diesen Abend!

Eine Bitte an die Besucher!

Die Sternwartenkuppel kann nur begrenzt Personen aufnehmen, wir bitte daher um Verständnis, wenn Sie sich die Wartezeit vor der Kuppel mit den frei stehenden Geräten vertreiben müssen.

Sternengeschichten Folge 167: Das aufregende Leben des Tycho Brahe

Februar 5th, 2016

Tycho Brahe war ein faszinierender Astronom. Er stand an der Schwelle zwischen dem wissenschaftlichen Mittelalter und der Neuzeit. Er war der letzte große Astronom, der den Himmel mit bloßem Auge b…

Quelle: Sternengeschichten Folge 167: Das aufregende Leben des Tycho Brahe

Unser nächster Nachbarstern, jetzt Live!

Januar 25th, 2016

Unser nächster Nachbarstern, jetzt Live!

Quelle: Unser nächster Nachbarstern, jetzt Live!

Der goldene Henkel am Mond

Januar 5th, 2016
Ein großartiges Beispiel für die Licht- / Schattenspiele auf dem Mond
ist der recht bekannte „Goldene Henkel“.

Zu folgenden Terminen kann man den „Goldenen Henkel“ beobachten. Hierzu reicht bereits ein guter Feldstecher.

  • Dienstag, 19.Januar 2016 — ca. 17:10 Uhr – ca. 3:10 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 19:00 Uhr
  • Freitag, 18.Februar 2016 — ca. 13:20 Uhr – ca. 18:50 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 17:00 Uhr
  • Samstag, 19.März 2016 — ca. 00:00 Uhr – ca. 4:20 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 2 Uhr
  • Sonntag, 17.April 2016 — ca. 15:05 Uhr – ca. 1:03 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 17:20 Uhr

  • Mittwoch, 15.Juni 2016 — ca. 16:15 Uhr – ca. 1:15 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 17:15 Uhr

  • Freitag, 15.Juli 2016 — ca. 1:10 Uhr – ca. 2:10 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 2:10 Uhr

  • Samstag, 13.August 2016 — ca. 16:10 Uhr – ca. 21:40 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 16:10 Uhr

  • Freitag, 11.September 2016 — ca. 21:40 Uhr – ca. 1:30 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 23:40 Uhr

  • Dienstag, 11.Oktober 2016 — ca. 16:05 Uhr – ca. 18:40 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 16:05 Uhr

  • Mittwoch, 9.November 2016 — ca. 20:10 Uhr – ca. 1:25 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 22:10 Uhr

  • Freitag, 9.Dezember 2016 — ca. 13:40 Uhr – ca. 20:10 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 13:40 Uhr

  • Sonntag, 8.Januar 2017 — ca. 1:40 Uhr – ca. 3:20 Uhr
    optimaler Zeitpunkt der Beobachtung ca. 3:20 Uhr

Teleskope mit einer Öffnung von nur 60mm Öffnung zeigen bereits Details. Doch was ist der „Goldene Henkel“?

Auf der nördlichen Mondhalbkugel im westlichen Teil  (auf ca. 11 Uhr) befindet sich die Bucht „Sinus Iridum“ (auch Regenbogenbucht genannt).
Es handelt sich um eine Tiefebene die vom westlichen bis nördlichen Rand von dem Gebirge „Montes Jura“ halbkreisförmig umschlossen wird.

goldener_Henkel_20131212-2100

Während der Terminator (Tag-Nachtgrenze) die Tiefebene  Sinus Iridum spaltet, leuchten die   noch auf der Nachtseite liegenden Bergspitzen des Gebirges Montes Jura
im grellen Sonnenlicht auf. Ihre scheinbare Form erinnert an einen Henkel, der durch das gelbliche Licht zu seinen Namen „Goldener Henkel“ gelangte.

 

Ganz in der Nähe landete am 7. November 1970 das sowjetische Raumschiff Luna 17. Sie brachte den Mondrover Lunochod_1 auf den Mond,
der bis zum Missionsende am 4. Oktober 1971 etwas mehr als 10km Strecke zurücklegte und dabei mehr als 20.000 Bilder und über 200 Panoramen aufnahm.

Der Rover entnahm und untersuchte damals 500 Bodenproben, bis seine Batterien zu schwa ch waren und der Rover einfror.

Für ca. 2 Stunden liegt das Gebirge im günstigen Einfallswinkel der Sonne, die zunehmend die Tiefebene beginnt aus zuleuchten.

An diesen Abenden wird meine mobile Sternwarte dem Ereignis aufwarten und bei guten Bedingungen (Wetter, Luftunruhe) den „goldene Henkel“ mit der Kamera
„eingefangen“.

 

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